Gangpferde
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Gangpferde sind unsere große Leidenschaft und diese würden wir gerne mit Ihnen teilen.

Auf dieser Seite stellen wir Ihnen drei beliebte Gangpferderassen vor, in der Hoffnung Ihre Neugier zu wecken und Sie bald auch persönlich auf unserem Gangpferdezentrum begrüßen zu dürfen.

Islandpferde

Mit erhobenem Haupt, vibrierenden Nüstern und wirbelnden Hufen haben sich die Islandpferde vor rund 50 Jahren in Deutschland etabliert und zur populärsten Gangpferderasse in ganz Europa entwickelt. Zehn Jahrhunderte zuvor kamen sie in Schiffen auf die naturgewaltige Insel Island. Als treue Gefährten der Wikinger haben die kleinen, starken aber eleganten Pferde geholfen, die raue Insel aus Feuer und Eis zu besiedeln. Islandpferde haben mit ihrem Stockmaß zwischen 130 cm und 145 cm Ponygröße, jedoch ein starkes Fundament, welches es über viele Jahrhunderte möglich machte, Transporte und Reisen auf der Insel ausschließlich reitend zu bewältigen. Ein Erbe der harten Witterungsbedingungen Islands sind die robuste Gesundheit, das üppige Langhaar und das farbenvielfältige, dichte Fell. Die Eigenschaften, die die Nordmänner an ihren Pferden schätzten, konnten sich durch die 1000- jährige Reinzucht bis heute halten: Islandpferde sind temperamentvoll, ausdauernd und selbstständig, jedoch in jeder Situation verlässlich. Neben ihrer Charakterstärke und dem schönen Aussehen sind die natürlichen, angeborenen Gangarten Tölt und Pass, die eigentliche Besonderheit ihrer Rasse. Diese für den Reiter äußerst bequemen Gangarten des Urpferdes beherrschen Islandpferde zusätzlich zu den Grundgangarten Schritt, Trab und Galopp. All diese Merkmale machen die Pferderasse zum idealen Freizeit- und Sportpartner für Jung und Alt, nicht nur auf Waldwegen, sondern auch auf speziellen Islandpferde- Gangturnieren. Jeder Reiter, der schon einmal in den Genuss kam, einen guten isländischen Tölter geritten zu sein, wird dem Gedicht über Islandpferde aus der Feder des Bauerndichters Páll Ólafsson zustimmen können:

„Einem jeden der sie reitet,
naht sein Glücksstern sich im Raum.
Leid verweht, das Leben gleitet,
leicht dahin- ein schöner Traum“

American Saddlebred Horses

American_Saddlebred_3American_Saddlebred_MaxiCharme, Ausstrahlung und Eleganz machen das hochblütige American Saddlebred Horse zum perfekten Showpferd, dem der Ruf vorauseilt, das schönste Pferd der Welt zu sein. Mit seinen 150 cm bis 170 cm Stockmaß, und dem stolzen Erscheinungsbild in allen möglichen Farben, begeistert es vor allem Pferdefreunde in Amerika, wo es bereits in den 60er Jahren durch Filme wie Black Beauty, Mr.Ed und Fury bekannt wurde. Ursprünglich wurde das American Saddlebred Horse als Plantagepferde in den Südstaaten genutzt. Heutzutage erfreut es wegen seiner Vielseitigkeit und seinem Showtalent großer Beliebtheit. Das American Saddlebred Horse vereint Dynamik mit bestechenden Bewegungen, ist dabei aber leichtrittig, zufrieden, wach und menschenbezogen. Deshalb eignet sich diese Rasse sowohl für Distanzritte, Dressur, Military, Springen, Western als auch als Fahrpferd. Aber auch in eigens für diese Rasse angelegten Gangprüfungen stellen diese Pferde ihre Talente unter Beweis, wobei Trab und Tölt mit akzentuierter Vorhandaktion, hoch aufgerichtet, mit viel Ausdruck und exakt im Takt präsentiert werden. Die meisten American Saddlebred Horses sind Viergänger, gehen also Schritt, Trab, Galopp und Tölt, welcher, je nach gerittenem Tempo, als Slow Gait oder Rack bezeichnet wird.

Paso Perunano

Entstanden aus edlen iberischen Pferden, nach dem Motto „fortaleza – nobleza - belleza“ (Stärke, Edelmut- Schönheit), ist der Paso Peruano, auch „Nur Tölter“ genannt, für Anfänger einfach ein Traum, weil genau das fehlt, was Angst einflößt: das Werfen im Sattel. Trotz seines eleganten und edlen Aussehens ist der Paso kein Dressurpferd, denn er kann in der Regel nicht traben und nur schwer galoppieren, was in der ursprünglichen Verwendung als Arbeitspferd begründet liegt. Hierbei sollte der Paso vor allem tölten (Paso Llano), wobei der Tölt in verschiedenen Tempi geritten und immer in Verbindung mit der vorwärts- seitwärts Aktion, dem Termino, gezeigt wird. Durch diesen wird der ohnehin schon äußerst bequemen Tölt noch erschütterungsfreier, da die Vorhand sich nicht direkt nach vorne bewegt, sondern einen Halbkreis zur Seite macht, was wie ein Stoßdämpfer wirkt. Dadurch erreichten die Peruaner ein bequemes Weiterkommen auf langen Strecken. Hierzulande gehen die europäischen Pasos auch noch Schritt und möglichst Galopp. Zu seinen Eigenschaften zählen nicht nur Leistungsbereitschaft, Intelligenz und Ausdauer, sondern auch Freundlichkeit, sein menschenbezogenes Wesen, lebhaftes Temperament und taktklarer Tölt, so dass man in dieser Rasse eine große Vielfalt vom lieben, unkomplizierten Familienpferd bis zum feurigen Tölter findet. Mit seinen 143 cm bis 155 cm Stockmaß und vielerlei Farben, vor allem Grund und Mischfarben, hat sich hierzulande um diese Rasse ein großer Freundeskreis gebildet.

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Aegidienberger

AegidienbergerDer Aegidienberger entstand auf dem rheinischen Gestüt Aegidienberg in den 80er Jahren aus der Idee von Walter Feldmann sen., einen in seiner Robustheit an das Islandpferd angelehnten, aber eleganteren und größeren Tölter zu züchten. Unterstützt durch das Rheinische Pferdestammbuch (Dr. Dohn) und das Institut für Tierzuchtwissenschaften der Universität Bonn (Prof. Dr. Schmitten) entstand die Rasse Aegidienberger über eine 5/8-Kreuzung aus Islandpferd und Paso Peruano. Die erste Kreuzungsgeneration (F1) wird in der nächsten Stufe mit einem reinen Islandpferd rückgekreuzt. Es entsteht die R1-Generation. In der folgenden Stufe werden die F1- und die R1-Produkte angepaart; daraus entsteht das Endprodukt. Der Aegidienberger führt also 5/8 isländisches und 3/8 peruanisches Blut in sich. Der Aegidienberger hat über das Paso-Blut eine hohe Hitzetoleranz und daher eine große Robustheit in den Sommermonaten. Bedingt durch das isländische Blut bildet sich in den Wintermonaten ein genügend dichtes Fell, um in der Robusthaltung gehalten werden zu können, das Fell ist aber nicht so übermäßig dick, daß es beim Reiten im Winter zu Leistungseinbußen kommt.

 

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